l’arcipelago
- Revision: 1999
- Year: 1992/1995
- Instrumentation: cl. cr. fg. vc. cb. 2 perc.
- Duration: 27'
- Award: Klangforum Wien workshop 2000
È un confrontarsi della materia sonora, e quindi anche della struttura
che la rende intelleggibile, con quella linea indefinita che separa la profondità,
la trasparenza necessaria alla percezione della profondità, dall’opaco che
impedisce la vista al di là di sé stesso.
Gli strumenti vengono chiamati ai confini delle tecniche specifiche, diventano
personaggi, complessi, che agiscono parallelamente soli e nell’insieme,
secondo archi di trasformazione differenti: li ho pensati come corpi che
vivono, ognuno a suo modo, lo spazio/emozione comune del fare musica così,
in quel luogo di tutti e di nessuno.
È un pezzo in cui il limite dell’ineseguibilità viene spesso pericolosamente
avvicinato, in un contesto per il quale le singole difficoltà, se ben superate,
contribuiscono a far fluire il tutto senza mostrare particolari virtuosismi,
oppure, al contrario, sono indecorosamente esposte nei propri errori…
Questa è il problema maggiore, la ragione per la quale per molti anni ho
dubitato dell’effettiva possibilità di superare l’opaco che all’inizio si
presenta e trasformarlo in trasparenza. Ho chiesto ai musicisti di suonare
qualcosa di molto difficile, a lungo, il cui senso nell’insieme avrebbero
potuto apprezzare solo dopo tante prove: suonare la propria parte nel tutto,
vivendo dall’interno una materia sonora in continua trasformazione,
con la calma necessaria a non ostacolarne la fluidità, orientandola.
Non è un pezzo che mostra la loro abilità, in un certo senso la da per scontata
e di questo mi scuso, è un pezzo che però senza la loro disponibilità non
può nemmeno cominciare. Tanta musica sta in piedi comunque, questa no: in
un momento storico in cui tutto sembra allontanarsi dall’umano, questa dipendenza
nei suoi confronti, non riesco a considerarla un limite e li ringrazio.
Non sono ancora convinto che la percentuale di trasparenza ottenibile a
partire dal testo dell’arcipelago possa essere sufficiente, ho
visto però in questi anni un progressivo rarefarsi dell’opacità, ho ascoltato
un abbozzo di trasparenza per la quale mi è stato possibile intuire l’ampio
spazio al di là, dell’esecuzione, del pezzo, di me, che incoraggia a proseguire:
per quello spazio, ogni granello è prezioso e non pesa.
Es ist eine Konfrontation mit dem Klangmaterial, und daher auch mit der Struktur, die es lesbar macht, mit dieser unbestimmten Linie, welche die Tiefe, die zum Verständnis der Tiefe notwendige Transparenz von der opaken Dunkelheit trennt, die einem die Sicht über sich selbst hinaus raubt.
Die Instrumente werden bis zu den Grenzen der jeweiligen Technik geführt, sie werden Persönlichkeiten, Komplexe, die parallel solistisch oder im Ensemble agieren, verschiedenen Transformationsbögen folgend: ich habe sie mir als Körper vorgestellt, die - jeder auf seine Weise - den gemeinsamen Raum/die gemeinsame Empfindung leben, so Musik zu machen, in diesem Ort von allen und von niemandem.
Es ist ein Stück, in welchem die Grenze der Unausführbarkeit oft gefährlich nahe rückt, in einem Umfeld, in welchem die einzelnen Schwierigkeiten, wenn auch überwunden, dazu beitragen, das Ganze zum Fliessen zu bringen, ohne besondere Virtuosität zu zeigen, oder im Gegenteil sich ungehörigerweise unter den eigenen Irrtümern ausgestellt finden...
Hier liegt das grösste Problem, der Grund, weswegen ich während vieler Jahre an der tatsächlichen Möglichkeit, die sich anfänglich zeigende Dunkelheit zu überwinden und in Transparenz überzuführen, gezweifelt habe. Ich habe von den Musikern verlangt, etwas höchst Schwieriges zu spielen, mit Ausdauer, dessen Sinn im Ganzen sich erst nach vielen Proben ergeben würde: seine eigene Stimme im Ganzen spielen, ein Klangmaterial in beständiger Transformation aus dem Innern lebend, mit der nötigen Ruhe, welche das Fliessen nicht behindern, sondern lenken sollte.
Es ist kein Stück, das die Fähigkeiten der Musiker demonstriert, in einem gewissen Sinne werden diese einfach vorausgesetzt und dafür entschuldige ich mich, es ist jedoch ein Stück, das ohne ihre Geneigtheit nicht einmal anfangen könnte. So viel Musik gibt es, nur diese nicht: in einem historischen Moment, in dem alles sich vom Menschlichen zu entfernen scheint, gelingt es mir nicht, diese Abhängigkeit von ihnen als eine Grenze zu betrachten und ich danke ihnen.
Ich bin noch nicht überzeugt, dass der vom Text des Arcipelago ausgehende erreichbare Grad an Transparenz ausreichend ist; immerhin habe ich in diesen Jahren ein zunehmendes Verschwinden des Opaken beobachtet, habe einen Entwurf von Transparenz gehört, aufgrund dessen es mir möglich gewesen ist, den weiten Raum jenseits der Ausführung, des Stückes, meiner selbst zu ahnen, eine Ermutigung zum Weitergehen: für diesen Raum ist jedes Körnchen wertvoll und wiegt nicht zu schwer.
